Expertenstandard

Förderung und Erhalt der Mobilität in der Pflege

Der Expertenstandard „Förderung und Erhalt der Mobilität“ formuliert aus, was immer schon ein zentrales Thema der Pflege war und ist. Auch wenn er, im Gegensatz zu anderen Standards nicht verbindlich ist, ist er eine wichtige Unterstützung für die Erhebung der Ergebnisindikatoren durch die Einrichtungen.

 

Eine Pflege der von Ihnen betreuten Menschen ist bereits aufwendig genug ohne Kontrakturen, Dekubiti, Neigung zur Thrombose und Gefahr von Pneumonien. Multi-Morbidität und damit verbundene Immobilität erzeugen diese zusätzlichen Erschwernisse unserer Arbeit. Ich möchte Ihnen auf verschiedenen Wegen aufzeigen, wie Sie mit pfiffigen Lösungen beim Gehen und Stehen, Transferieren und Sitzen / Positionieren unter Einsatz passender Hilfsmittel den Pflegestandard einhalten, die Situation für Ihre Bewohner verbessern und Ihre Mobilitätsförderung effektiver gestalten können.

Der Abschlussbericht des Expertenstandards „Förderung und Erhalt der Mobilität“ liegt seit 2016 vor. Er wurde nicht als verbindlich erklärt, da kein Wirksamkeitsnachweis auf Ebene der Pflegebedürftigen erbracht wurde. Dies ist aber zu einem Großteil den Tatsachen geschuldet, dass es nur eine heterogene und schwache internationale forschungsbegleitete Evidenzlage gibt. Evidenzbasiertes Handeln in der Pflege fußt neben relevanten Forschungsergebnissen auch auf pflegerischer Expertise und den Präferenzen der Leistungsempfänger.

 

Es kommt also vor allem auf die Vorlieben der Bewohner und die Expertise des Pflegepersonals an. Damit ist Mobilität das wohl individuellste Kernthema der Pflege, denn es gibt nicht nur eine Antwort auf ähnliche Aufgabenstellungen. Natürlich werden wir um eine Grundstandardisierung nicht herumkommen, denn die Strukturen und im Prozesse, in denen wir arbeiten, lassen nichts Anderes zu. Dennoch sind bei systematischem Vorgehen gute Einzelfalllösungen machbar, die den Hilfsmittelgebrauch für Pflegenden und Gepflegten erleichtern und die Mobilität nachhaltig verbessern. (siehe u.a. Fallbeispiel  Rollstuhlumversorgung Frau C.). Hier könnten wir das Interview verlinken??? Praxisnachweis!!!

 

Im Modul 1 im neuen Begutachtungsinstrument geht es nur um die Einschätzung der Mobilität. Man kann hier also von einer indirekten Verbindlichkeit sprechen, jedenfalls wird es ein Thema in den Diskussionen mit Pflegekassen und MDK sein. Umso wichtiger ist es, Hilfsmittel so zu nutzen, dass die zentralen Forderungen der Pflegekassen und des MDK`s erfüllt sind, ohne dass sich  große Verwerfungen im Pflegealltag ergeben. Entscheidend ist dafür die Auswahl der richtigen und passenden Hilfsmittel und ggf. die Finanzierung durch den Kostenträger.       

 

An diesen Schnittstellen möchte ich Sie durch Trainings, Beratung und Tipps unterstützen.


Eine Pflege der von Ihnen betreuten Menschen ist bereits aufwendig genug ohne Kontrakturen, Dekubiti, Neigung zur Thrombose und Gefahr von Pneumonien. Multi-Morbidität und damit verbundene Immobilität erzeugen diese zusätzlichen Erschwernisse unserer Arbeit. Ich möchte Ihnen auf verschiedenen Wegen aufzeigen, wie Sie mit pfiffige Lösungen beim Gehen und Stehen, Transferieren und Sitzen / Positionieren unter Einsatz passender Hilfsmittel den Pflegestandard einhalten, die Situation für Ihre Bewohner verbessern und Ihre Mobilitätsförderung effektiver gestalten können.

 

Der erste Schritt zu einer wirkungsvollen und effektiven Mobilitätsförderung ist natürlich, das alle Beteiligten die Bedeutung verstehen und eine Möglichkeit sehen, dieses trotz der anderen vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Dafür ist es notwendig, ein Raster (Beispiel Link) zu entwickeln, um die Hilfsmittel zu identifizieren, die im konkreten pflegerischen Umfeld einerseits das individuelle Potential des Bewohners ausschöpfen als auch die Chancen aktivieren, die sich durch die Einbeziehung von Angehörigen und Helfern ergeben können. Ich möchte im Austausch mit Ihnen gute, alltagstaugliche Konzepte für Ihre Bewohner erarbeiten.

 

Was kann ich in diese Zusammenarbeit einbringen:

  • Erfahrung im Erstellen von Anforderungsprofilen für Hilfsmittel sowohl für die Gesamtausstattung als auch für einzelne anspruchsvollere Bedarfe.
  • Die Recherche auf den Hilfsmittelmärkten, um das passende Hilfsmittel nach dem Stand der Technik zu finden und vorzuschlagen.
  • Herausfinden der Wege, wie man diese Hilfsmittel finanziert.
  • Last not least, taugt das beste Hilfsmittel nicht, wenn es mangels Verständnis nicht oder nicht richtig angewendet wird. Auch hier biete ich über Schulungen und Trainings meine Hilfe an.

Als Ergebnis geht es nicht nur darum, die Mobilisationszeiten zu erhöhen, sondern auch die Zeit so anregend wie möglich zu gestalten! ….

 

In meiner Praxis in Sanitätshaus und Hilfsmittelindustrie bin ich immer wieder auf Hilfsmittel gestoßen, von deren Existenz ich gern gewusst hätte, als ich in der Pflege arbeitete. In verschiedenen Projekten wurde durch eine gezielte Auswahl der Mobilitätshilfe, die Erprobung in der Praxis und zum Schluss eines Settings mit Vergleich aktuelle Versorgung / angedachte Versorgung unter Berücksichtigung von ausgewählten Schwerpunkten (Mobilisationszeit erhöhen, längere Gehzeit mit Hilfsmittel, Verbesserung der Atemsituation usw.) eine höhere Zufriedenheit der Bewohner erreicht, als auch der Nachweis, dass Maßnahmen zur Förderung und Erhalt der Mobilität ergriffen, durchgeführt und evaluiert wurden. Fallbeispiel